Endokrine Disruptoren und Verhaltensstörungen?

12/01/2026

Endokrine Disruptoren sind überall in unserer Umwelt vorhanden und können die Entwicklung des Nervensystems beeinträchtigen. Eine aktuelle französische Studie hat gezeigt, dass die Exposition gegenüber zwei gängigen endokrinen Disruptoren während der Schwangerschaft mit Verhaltensstörungen bei Kindern in Verbindung gebracht werden könnte.

𝐏𝐚𝐫𝐚𝐛𝐞𝐧𝐞 werden häufig als 𝐊𝐨𝐧𝐬𝐞𝐫𝐯𝐢𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠𝐬𝐦𝐢𝐭𝐭𝐞𝐥 in zahlreichen Produkten wie Kosmetika, Hygieneartikeln oder auch Arzneimitteln verwendet. 𝐁𝐢𝐬𝐩𝐡𝐞𝐧𝐨𝐥 𝐒 hingegen kommt in Kassenzetteln oder Sonnenbrillen vor und ist ein Ersatzstoff für 𝐁𝐢𝐬𝐩𝐡𝐞𝐧𝐨𝐥 𝐀. Letzteres ist in Frankreich seit 2015 aufgrund seiner endokrinen Wirkung verboten. Französische Forscher haben die Auswirkungen einer pränatalen Exposition gegenüber 𝐌𝐞𝐭𝐡𝐲𝐥𝐩𝐚𝐫𝐚𝐛𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐁𝐢𝐬𝐩𝐡𝐞𝐧𝐨𝐥 𝐒 auf Verhaltensstörungen bei Kindern untersucht.

Die Ende 2025 in der Fachzeitschrift 𝐿𝑎𝑛𝑐𝑒𝑡 𝑃𝑙𝑎𝑛𝑒𝑡𝑎𝑟𝑦 𝐻𝑒𝑎𝑙𝑡ℎ veröffentlichte Studie untersuchte 𝐳𝐰𝐞𝐢 𝐊𝐨𝐡𝐨𝐫𝐭𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐌𝐮𝐭𝐭𝐞𝐫-𝐊𝐢𝐧𝐝-𝐏𝐚𝐚𝐫𝐞𝐧, eine in Spanien und eine in Frankreich. Die Exposition gegenüber den untersuchten Molekülen wurde anhand von 𝐔𝐫𝐢𝐧𝐚𝐧𝐚𝐥𝐲𝐬𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝟐𝟒 𝐛𝐢𝐬 𝟒𝟐 𝐏𝐫𝐨𝐛𝐞𝐧 gemessen. Das Verhalten der Kinder wurde anhand der 𝐂𝐡𝐢𝐥𝐝 𝐁𝐞𝐡𝐚𝐯𝐢𝐨𝐮𝐫 𝐂𝐡𝐞𝐜𝐤𝐥𝐢𝐬𝐭 (CBCL) bewertet. Die Ergebnisse zeigten einen 𝐩𝐨𝐬𝐢𝐭𝐢𝐯𝐞𝐧 𝐙𝐮𝐬𝐚𝐦𝐦𝐞𝐧𝐡𝐚𝐧𝐠 𝐳𝐰𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐦 𝐀𝐮𝐬𝐦𝐚ß 𝐝𝐞𝐫 𝐄𝐱𝐩𝐨𝐬𝐢𝐭𝐢𝐨𝐧 𝐠𝐞𝐠𝐞𝐧𝐮̈𝐛𝐞𝐫 𝐌𝐞𝐭𝐡𝐲𝐥𝐩𝐚𝐫𝐚𝐛𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐞𝐧 𝐂𝐁𝐂𝐋-𝐖𝐞𝐫𝐭𝐞𝐧. Der gleiche Trend wurde für Bisphenol S beobachtet, jedoch nur bei Jungen. Was das biochemische Substrat dieser Effekte betrifft, so basiert die 𝐇𝐚𝐮𝐩𝐭𝐡𝐲𝐩𝐨𝐭𝐡𝐞𝐬𝐞 𝐚𝐮𝐟 𝐂𝐨𝐫𝐭𝐢𝐬𝐨𝐥, obwohl kein kausaler Zusammenhang hergestellt wurde.

Es gibt zahlreiche Studien zu den Auswirkungen von 𝐞𝐧𝐝𝐨𝐤𝐫𝐢𝐧𝐞𝐧 𝐃𝐢𝐬𝐫𝐮𝐩𝐭𝐨𝐫𝐞𝐧, da diese Moleküle ein echtes Problem für die 𝐨̈𝐟𝐟𝐞𝐧𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐆𝐞𝐬𝐮𝐧𝐝𝐡𝐞𝐢𝐭 𝐝𝐚𝐫𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧. Diese Ergebnisse werfen auch die Frage nach der Regulierung dieser Verbindungen auf. Tatsächlich hat Bisphenol S Bisphenol A ersetzt, 𝐨𝐛𝐰𝐨𝐡𝐥 𝐝𝐢𝐞 𝐌𝐨𝐥𝐞𝐤𝐮̈𝐥𝐞 𝐚̈𝐡𝐧𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐬𝐢𝐧𝐝.